Saarländische Pflegegesellschaft e.V.

Dachverband für ambulante und stationäre Einrichtungen der Pflege


Projekt PiSaar

Pflegebedürftigkeit wird aktuell durch Pflegestufen unterschieden. Mit der Studie PiSaar hat sich die Saarländische Pflegegesellschaft auf den Weg gemacht, erstmals empirisch zu überprüfen, ob die aktuell verwendeten Pflegestufen in der Lage sind, die entstandene Gesamtleistungszeit gut zu erklären. Die Studie wurde im Auftrag der Saarländischen Pflegegesellschaft (SPG) von der Prof. Dr. Albert Brühl Lehrstuhl für Statistik und standardisierte Verfahren der Pflegeforschung Philosophisch-Theologische Hochschule Vallendar (PTHV). Eines der wichtigsten Ergebnisse ist, dass die Pflegestufen nur zu einem sehr geringen Teil den tatsächlichen Pflegebedarf erklären. Dies hat aufgrund der unterschiedlichen Einstufungsergebnissen in stationären Einrichtungen zum Teil extreme Unterschiede in der Personalausstattung zur Folge. Diese Unterschiede sind aufgrund des tatsächlichen Pflegeaufwandes nicht gerechtfertigt

Den Bericht finden Sie online hier:

http://opus.bsz-bw.de/kidoks/volltexte/2013/117/pdf/PiSaar_Abschlussbericht_2013.pdf

Das Projekt in Kürze

Die Saarländische Pflegegesellschaft hat sich mit der Beauftragung dieses Projektes dafür entschieden, die Wirklichkeit der Pflegepraxis in den Einrichtungen der stationären Altenhilfe abzubilden, damit perspektivisch die Personalplanung an dem tatsächlich bestehendem Pflege- und Hilfebedarf bemessen werden kann.

Um mit statistischen Methoden diejenigen Kriterien herauszufinden, die zur sinnvollen Erklärung der gegenwärtigen Verteilung des Zeiteinsatzes der Pflegekräfte tatsächlich relevant sind, werden in diesem Forschungsprojekt dreierlei Daten erhoben:

1. Bewohnerbezogene Merkmale und Risikokonstellationen

2. Organisationsbezogene Merkmale

3. Zeiteinsatz/Bewohner/Tag

Neben einer beschreibenden Darstellung der Situation der Einrichtung/des Landes kann aus der Kombination dieser Variablen ein Modell entwickelt werden, das den relativen Zeitbedarf erklärt. Um valide Aussagen treffen zu können, ist es wichtig, dass alle Kombinationsmöglichkeiten der Kriterien getestet werden können.    

Dies erfordert eine hohe Fallzahl von erfassten Bewohnern!

Die Projektpartner

Als Projektpartner kooperieren die Saarländische Pflegegesellschaft und die Philosophisch Theologische Hochschule Vallendar (PTHV) - Prof. Dr. Albert Brühl (Lehrstuhl für Statistik und standardisierte Verfahren). Die Daten, die in den Einrichtungen erhoben wurden, wurden in anonymisierter Form an die PTHV geschickt und dort ausgewertet.

Die Rolle der Einrichtungen

Mit der Anmeldung zur Teilnahme am Projekt wurde die Datenerhebung aller Bewohner über 48 Stunden sichergestellt. Es wurden Multiplikatoren benannt die – je nach Trägerstruktur - für mehrere Einrichtungen zuständig waren. Diese nahmen an den Schulungen durch die PTHV teil und koordinierten die Datenerfassung gemeinsam mit den Datenverantwortlichen vor Ort. Damit die Erhebung in den Einrichtungen personell gewährleistet werden konnte, wurden die Einrichtungen durch Schüler der Altenpflegeschulen unterstützt.

Die Datenerfassung erfolgte über die hierfür von der PTHV zur Verfügung gestellten Datenerhebungsbögen/Erfasstabellen. Die erfassten Daten wurden von den Multiplikatoren als Excel-Tabelle anonymisiert an die PTHV weitergeleitet.

Die Information der Bewohner/Angehörigen/Betreuer durch Übermittlung des hierfür bereitgestellten Infomaterials wurde durch die Einrichtungen sichergestellt.

Auftaktveranstaltung des Projektes

Am 19. Oktober 2011 fand in der Congresshalle in Saarbrücken die Auftaktveranstaltung im Rahmen einer Fachtagung statt. Hier finden Sie die Präsentationen von Frau Hagel (PTHV) sowie Herrn Prof. Brühl (PTHV) mit detaillierten Informationen zum Projekt.  

Fragen und Antworten zum Projekt

Hier haben wir die von den Multiplikatoren am häufigsten gestellten Fragen und unsere Antworten sowie ein Anschreiben von Herrn Prof. Brühl (PTHV) veröffentlicht.

Abschlussveranstaltung

Die Abschlussveranstaltung des Projektes fand am 27. November 2012 um 09:00 Uhr in der Congresshalle in Saarbrücken statt.

 

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